Audio und Video

Exposee

In einem Exposee wird die Idee eines Filmes, sein Thema und sein Inhalt auf den Punkt gebracht und schriftlich festgehalten. Dabei werden Handlung, Handlungsträger, sowie Ort und Zeit beschrieben.

Storyboard

Storyboards werden  zur Visualisierung von Drehbüchern und Planung einzelner Filmszenen eingesetzt.  Dabei wird das geschriebene Drehbuch erstmals in Bildern umgesetzt und mit der konkreten Gestaltung wie etwa Einstellungsgröße, Blickwinkel und Toninformationen angereichert.

storyboard

Kamera

Bewegung im Film

Durch die Wiedergabe von mehreren Bildern einer Bewegungsphase, erweckt man den Eindruck eines Bewegungsablaufes.
Ab 16 Bildern pro Sekunde entsteht ein für das Auge flüssiger Film
Im Videobereich werden 25 Bilder pro Sekunde verwendet
Anhand des “Daumenkinos” lässt sich dieser Vorgang veranschaulichen


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Einstellungsgrößen


Einstellungsgrößen

Totale
Die Einstellung wird verwendet, wenn eine Person oder Gruppe vollständig in ihrer Umgebung, also total zu sehen ist, die Landschaft aber nicht den Hauptbildinhalt ausmacht. Der Mensch erscheint zwar größer als in der Supertotalen, aber immer noch relativ unwichtig. Die Totale wird häufig für Establishing Shots eingesetzt. In Filmen, die überwiegend oder nur aus Totalen bestehen, wirken die Akteure unnahbar. In Dokumentarfilmen sind totale Einstellungen häufiger als in Spielfilmen zu finden. Sie sind dafür da, um einen Überblick über das Geschehen zu geben.

Halbtotale
Die Figuren werden von Kopf bis Fuß gezeigt. Diese Einstellungsgröße lässt sich gut für Menschengruppen einsetzen, oder für körperliche Aktionen, beispielsweise in der Slapstick-Comedy. In der Halbtotalen ist die Körpersprache oft wichtiger als der Dialog.

Amerikanisch
Die Figuren werden vom Kopf abwärts gezeigt bis zur Hüfte; man nimmt hier die breiteste Stelle der Hüfte als Anhaltspunkt, um die Person anzuschneiden; die unmittelbare Umgebung ist im Hintergrund erkennbar. Eine Sonderform ist die amerikanische Einstellung (american shot, AS), in der die Darsteller bis etwa zum Knie gezeigt werden. Diese Einstellungsgröße wurde oft im Western verwendet, um die Cowboys mitsamt ihrer Waffe zu zeigen.

Nähe
Die Figur wird vom Kopf bis zur Mitte des Oberkörpers gezeigt. Diese Einstellungsgröße kommt zum Beispiel in Gesprächsszenen zum Einsatz, wenn es auf die Mimik und Gestik ankommt. Auch sieht der Zuschauer in dieser Einstellung, wohin die Figur schaut, und kann daraus Schlüsse über den Fortgang der Handlung ziehen.

Detail
Es wird nur ein Ausschnitt des Gesamtbildes gezeigt, beispielsweise nur die Augen oder der Mund eines Menschen oder andere wichtige Details der Szene, wie etwa die Worte die auf einem Computer getippt werden.
Die Aufmerksamkeit des Zuschauers wird auf einen kleinen Bildausschnitt gelenkt. Die intensive Bildwirkung vermittelt Intimität oder erzeugt auch eine abstoßende Wirkung.

Phi-Phänomen

Das Phi-Phänomen beschreibt die Tatsache, dass wir Bewegung wahrnehmen, wo objektiv keine vorhanden ist
Voraussetzung ist, dass ein Objekt mit bestimmtem zeitlichen Abstand an verschiedenen Stellen auftaucht
Wichtigste Anwendung sind Fernsehen und Kino


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Motivation bei Kamerabewegungen

Jede Kamerabewegung sollte einen Grund haben
Wenn die Kamera Objekte oder Personen verfolgt, die selbst in Bewegung sind, handelt es sich um eine motivierte Kamerabewegung
Motivierte Kamerabewegungen folgen Impulsen im Bildinhalt wie Bewegungen, Blicken oder Gesten

Formen der Kamerabewegung

Kameraschwenk (horizontal/vertikal)
Sowohl von Hand als auch mit Schwenkkopf
Von einem festen Standpunkt aus symbolisiert die Kamera mit Bewegungen um ihre eigene Achse üblicherweise den Blick eines Beobachters
Unterscheidung zwischen horizontale und vertikale Schwenks
Sonderform ist das Rollen der Kamera

Die Kamerafahrt
Die Kamerafahrt ist die Bewegung einer Kamera durch den Raum
Technische Hilfsmittel stabilisieren das Bild:
Dolly (Kamerawagen, oft auf Schienen
Rollstative
Steadicams, verwachklungsfreie Fahrten mit der Hand
Kamerabühnen, Kamerakräne oder auch Hubschrauber
Seilkameras, Fahrten über weite Strecken
Manchmal auch Motorräder (Radrennen), fahrende Autos oder Leiterwagen
Verschiedene Formen der Kamerafahrt sind:
Vorwärtsfahrt (auch Ranfahrt, Zu- oder Hinfahrt)
Rückfahrt (oder Rückwärtsfahrt)
Parallelfahrt
360° Fahrt (Umfahren einer Person oder eines Objektes)

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Licht

Grundsätzliches zum Licht

Licht ist nicht gleich Licht! Licht kann gezielt dazu eingesetzt werden, um Stimmungen und Akzente zu schaffen. Der Blick des Betrachters kann so auf subtile Weise manipuliert werden.

Aufmerksamkeit lenken durch helle Bereiche
Durch gerichtete Beleuchtung kann Bildbereichen eine gewisse Wichtigkeit gegeben werden. Helle Bereiche ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, sodass man umgekehrt unwichtige Bildelemente in den Hintergrund verschwinden lassen kann.

Vorhandenes Licht muss ergänzt werden
Das am Drehort bereits vorhandene Licht reicht in den wenigsten Situationen aus, um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Der Kameramann hat die Möglichkeit mithilfe der Blendenöffnung und auch durch den Einsatz von Filter das Beste aus der vorhandenen Lichtsituation zu machen. Jedoch ist es so, dass in den meisten Fällen zusätzliche Lichtquellen hinzugefügt werden müssen, selbst wenn man nichts Spezielles akzentuieren möchte.

Auge vs. Kamera
Das menschliche Auge ist in der Lage, Gegenlichtsituationen relativ gut auszugleichen, sodass wir mehr sehen als nur z.B. den Umriss einer Person vor der untergehenden Abendsonne. Bei Bildern und Bewegtbildern muss fast immer inszeniert und gestaltet werden, sei es durch Beleuchtung oder in der Post-Production.

Der Weißabgleich als Referenzwert
Verschiedene Lichtquellen haben verschiedene Farbtemperaturen. Diese Unterschiede in der Farbwahrnehmung gleicht unser Auge bzw. unser Gehirn gut aus, die Kamera kann das nicht. Ihr muss man einen Referenzwert geben. Dafür eignet sich die Farbe Weiß am besten. Je nach Lichtsituation strahlt ein weißes Blatt Papier leicht blau, leicht gelb oder auch orange.

Lichtgestaltung

Drei-Punkt-Ausleuchtung
Die Drei-Punkt-Ausleuchtung wird auch als die Standardausleuchtung bezeichnet, da Sie die wichtigste Basis für die Arbeit ist. Die Grundzüge stammen aus der Fotografie und bedeuten, dass das Zusammenspiel von Führung (1), Aufhellung (2)und Spitze (3) zu beachten ist.

Lichtführung
1 Das Führungslicht (Key Light)
Bei der Lichtsetzung ist die Festlegung des Führungslichts der erste Schritt, da das Führungslicht die Hauptlichtquelle ist. Die Hauptlichtquelle ist in der Regel auch das stärkste Licht, wie in der Natur z.B. die Sonne.

2 Die Aufhellung (Fill)
Ergänzend zum Führungslicht wird die Aufhellung auf der anderen Seite der Kameraachse eingesetzt. Die Aufgabe der Aufhellung ist die durch das Führungslicht entstandenen Schatten abzuschwächen, aber nicht ganz weg zu nehmen. Deshalb ist die Aufhellung immer schwächer als das Keylight.
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3 Das Spitzlicht (Black Light)
Das Spitzlicht soll das ausgeleuchtete Objekt vom Hintergrund abheben und somit für Plastizität im Bild sorgen. Dafür wird die Kamera hinter der Person, schräg oberhalb platziert. Durch das Spitzlicht kann auch der Gloriole-Effekt entstehen. Hierbei ist die Spitze übermäßig stark, wodurch sich um das Objekt ein Lichtkranz bildet, der Gloriole. Durch solch einen Lichtkranz wirken Personen abgehoben von der Wirklichkeit, überirdisch oder sogar göttlich.

Das Hintergrundlicht (Background Light) – Vier-Punkt-Ausleuchtung
Das Hintergrundlicht bezieht sich nicht direkt auf das Objekt, sondern auf die Umgebung. Die Kulisse wird betont und die Tiefenwirkung des Bildes unterstützt. Bei szenischen Produktionen wird die Dekoration ausgeleuchtet, weshalb man hier auch von Dekolicht spricht. Durch das Zusammenspiel von Führung, Aufhellung, Spitze und Hintergrundlicht entsteht die Vier-Punkt-Ausleuchtung.

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Kriterien der Lichtgestaltung

Ziel der Lichtgestaltung ist es immer, eine als “normal” empfundene Lichtsituation zu erstellen, damit der Zuschauer das Licht nicht bewusst wahrnimmt. Da der Zuschauer gut gesetztes Licht nicht wahrnimmt, sondern nur spürt, wird durch Licht der Charakter einer Situation oder Person wesentlich beeinflusst, so kann z.B. durch Licht eine Person krank, mysteriös oder zufrieden erscheinen. Werden bei der Lichtgestaltung Fehler gemacht, so nimmt der Zuschauer es bewusst wahr. Er erkennt falsche und störende Schatten, „absaufende“ oder „brennende“ Personen. Um Kosten zu sparen, wird bei vielen Produktionen, z.B. Daily-Soaps, die Lichtgestaltung vernachlässigt und stattdessen mehr Wert auf ein gutes Grundlicht gelegt. Das Grundlicht ist das erforderliche Licht, um eine Szene oder Einstellung gut auszuleuchten. Dabei werden keine Schwerpunkte oder Highlights gesetzt.

Lichtlogik und Lichtquellen
Als Lichtlogik wird die Nachvollziehbarkeit einer Lichtsituation in einer Einstellung oder Szene bezeichnet. Oberste Regel ist hier, dass die Lichtrichtung beim Einstellungswechsel immer gleich bleiben muss.
Steht eine Person z.B. links von einem Fenster, muss Sie von rechts beleuchtet werden. Filmt man diese Person von der anderen Seite des Fensters, so muss Sie von links beleuchtet werden. Ist die Lichtsituation logisch nachvollziehbar, so spricht man auch von natürlichem Licht. Ist diese Nachvollziehbarkeit nicht gegeben, sondern werden Lichtquellen zum Erzeugen von Effekten eingesetzt, so spricht man von dramatischem Licht. Die eingesetzten Lichtquellen sind dabei selten im Bild zu sehen. So sind z.B. Lampen so gut wie nie die wirklichen Lichtquellen, auch wenn beim Zuschauer der Eindruck entsteht.

Lichtrichtung
Seitenlicht (Winkel von 30°-40° zur Kameraachse) ist das natürlichste Licht. Als Vorderlicht wird die Lichtquelle bezeichnet, die direkt auf das Objekt gerichtet ist. Diese Lichteinstellung ist meist nicht schmeichelhaft, man wirkt blass und krank. Personen verlieren auch Ihre Konturen. Ist das Licht im 90° Winkel zur Kamera gesetzt, so spricht man von Streiflicht. Es erzeugt starke Schatten und dramatische Effekte. Wird Gegenlicht verwendet, befindet sich die Lichtquelle hinter dem aufgenommenen Objekt, sodass nur noch die Umrisse des Objekts kenntlich sind.

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Beleuchtungsstile

Definition: Intensität und Kontrast des Lichts um die Stimmung der Szene zu verdeutlichen

Normalstil
Im Normalstil wird Tageslicht verwendet und künstlich dargestellt. Es herrschen kaum Helligkeitsunterschiede und die Lichtverteilung hält sich in Grenzen. Durch die gemäßigte Ausleuchtung, wird das Gefühl von Normalität erzeugt. Es wirkt als wäre es eine Livedarstellung aus dem Leben gegriffen ohne das einem das „Hollywood-Gefühl“, vermittelt wird.

High Key
Die High-Key Darstellung wird verwendet um der Szene oder der Sequenz eine freundliche Grundstimmung zu geben. Durch das sehr helle und gleichmäßige LIcht wird eine positive Atmosphäre erzeugt.
Allerdings kann durch die übermäßige Helligkeit auch das Gegenteil dargestellt werden. Es gibt auch sehr sterile, kühle Filmausschnitte die High-Key beinhalten.

Beispiele wären:
positive Atmosphäre: Zauberer von Oz wenn am Anfang die gute Hexe auftaucht sterile, kühle Atmosphäre: Laatse Adam (krankenhaus)

Low Key
Low-Key ist das optimale Stilmittel um einem Film eine düstere und bedrohlich Stimmung zu geben. Durch wenig Licht werden die Schattenpartien betont und durch richtige punkuelle Lichtgebung bestimmte Elemente hervorge- hoben. Der Gesamteindruck ist dunkel und düster. Oft erinnert es an dunkle Seitenstraßen, Höhlen, Spukhäuser…

Lichtqualität
Definition: Die Art und Weise, auf welche Art etwas ausgeleuchtet wird und nötig um die passende Stimmung zu erzeugen.Hartes Licht
Hierbei handelt es sich um die direkte Bestrahlung einer Person, oder eines Gegenstandes. Das Licht wird frontal da- rauf geworfen, wodurch eine scharfe Schattenlinie entsteht. Durch die direkte Beleuchtung treten Strukturen und Unebenheiten besonders hervor.zum Seitenanfang

 

Ton

Der Ton eines Filmes oder einer Fernsehsendung lässt sich grundsätzlich in drei Bereiche (Tonebenen) unterteilen: Musik, Geräusche und Sprache. Das einfachste Verhältnis zwischen Bild und Ton kann mit den Begriffen ON-Ton und OFF-Ton erklärt werden.
On-Ton: Die Herkunft der Tonquelle ist im Bild zu sehen. ( Bsp. Fahrgeräusche im Auto) Off-Ton: Die Herkunft der Tonquelle ist nicht im Bild zu sehen. ( Bsp. Dokumentation Erzähler )

Die Tonaufnahme

Die Tongestaltung beginnt mit der Aufnahme. Im Amateurbereich ist es üblich, den Ton mit dem in der Kamera eingebauten Mikrofon gleichzeitig aufzunehmen. Bei professionellen Produktionen wird dies vermieden.

Die Musik

Melodieführung und Harmonik
Die Melodie kann allein aufgrund ihrer Stimmführung ( auf- oder abwärtsgeführter Verlauf ) eine inhaltliche Aussage zugeschrieben werden:

Instrumentierung und Klangcharakter
Beim Einsatz von Musikinstrumenten spielen standardisierte Bedeutungen oder Klischees eine große Rolle.

Dynamik und Lautstärke
Die Begriffe werden fälschlicherweise häufig synonym verwendet. Sie beschreibt allerdings die Spannung zwischen der leisesten und lautesten Wiedergabe eines Schallereignisses.

Tempo
Durch die Veränderung des Tempos der Musik gibt es eine Reihe von Möglichkeiten bestimmte Wirkungen zu erzielen. ( BEISPIEL langsam werdende Tempi Ritardando und beschleunigende Tempi Accelerenado )

MERKE
Bei professionellen Dreharbeiten müssen Bild und Ton separat aufgenommen werden. Kamera und Mikrofone sollte man getrennt halten.
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Die Geräusche

Sie beeinflussen ebenfalls die Wirkung der Bilder erheblich. Geräusche werden vom Zuschauer normalerweise nicht bewusst wahrgenommen und erscheinen normal. Allerdings können Sie stark manipulieren.
Sounddesign
Umfasst die Gestaltung aller Tonebenen. Sprache, Geräusche und Musik werden in ein wirkungsvolles Verhältnis zueinander gebracht.

Die Sprache

Die Tonebene der Sprache umfasst sämtliche Aspekte der durch gesprochene Worte artikulierten Äußerungen im Film. Dabei muss man zwischen den dramaturgischen Funktionen der Sprache und der Klanggestaltung unterscheiden.

Die Stille

Filme oder Fernsehprogramme ganz ohne akustische Ebene gibt es nicht und gab es auch nie. Auch Stummfilme sind nicht wirklich stumm sondern haben zumindest eine musikalische Begleitung. Soll über die Tonspur Stille vermittelt werden, so werden Geräusche betont, die üblicherweise nicht zu hören sind z.B. Atmen von Menschen, tropfender Wasserhahn oder das Ticken der Uhr.

Das Verhältnis Bild/Ton

Das Zusammenwirken von Bild und Ton beim Film ist durch gegenseitige Abhängigkeit geprägt. Ohne Ton ist ein Bild unvollkommen und umgekehrt.

MERKE
Unverständliche Artikulation sorgt in der Regel dafür, dass eine Einstellung, eine Szene oder ein Bericht nicht verwendet werden kann, da Informationsdefizite und Missverständnisse auftreten.
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MERKE
Plötzlich auftretende Stille erhöht die Aufmerksamkeit des Zuschauers.

MERKE
Sprache transportiert fast immer Informationen, während Musik überwiegend Emotionen vermittelt.
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Dramaturgie

Der einfache dramatische Bogen

Dramaturgischer Bogen

1.Expositon
Die Exposition führt in das Geschehn ein und definiert die Rahmenbedingungen der Geschichte: Wo spielt sie, zu welcher Zeit, welche Personen spielen eine Rolle? De Exposition schildert die Ausgangssituation der Geschichte.

2. Aufbau des Konfliktes
„ …doch der Damm wird brechen, die Fluten werden kommen!“ – nun
können Schilderungen eines Experten kommen, der die Aussage nochmal unterstreicht und so Spannung im Film aufbaut.

3. Höhepunkt (Klimax)
Der „große“ Konflikt ereignet sich auf dem Höhepunkt. Davor wurden alle Vorbedingungen geschildert und geklärt, die nun zur Entstehung des Konfliktes führen. Für die dann dramatischen Situationen sind, wie in vielen Filmen bekannt, meist Kämpfe und Duelle typisch. Hier stehen sich in den meisten Fällen dann Protagonist und Antagonist gegenüber, kämpfen um Rum & Ehre, ihr Leben, ihr Geld, u.s.w.

4. Abbau des Konfliktes
Im Laufe der Ausseinandersetzung bahnen sich Auswege und diverse Lösungsmöglichkeiten. Der Weg in dem sich der Ausweg andeutet, ist der „Plot Point“.

5. Schluss
Zum Schluss wendet sich der Konflikt zu einem glücklichen oder unglücklichen Ende. Somit wird eine Ausgangssituation geschaffen, die sich entweder vebessert oder verschlechtert hat. Beim dramatischen Bogen kommt die Geschichte so zu ihrem Abschluss. Dabei sind für den Zuschauer alle wesentlichen Fragen geklärt.
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Montage

Montage arbeitet in dreierlei Hinsicht:
1. Sie ordnet das Material.
2. Sie stellt Verbindungen her.
3. Sie erzeugt Rhythmus.

Montage kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen:
1. Abhängig von Inhalt
2. Aussage
3. Wirkungsabsicht
4. Sendeformate
5. Genre
6. Zielgruppe

Unsichtbarer Schnitt
Kontinuität ist wichtig für Zuschauer.
Dazu zählt:
Beachtung der Reihenfolge gezeigter Tätigkeiten.
Beibehaltung von Lichtsituationen und Gegebenheiten
Unverändertes Erscheinungsbild von Räumen und Personen.
Werden diese Punkte eingehalten spricht man auch von „Continuity System“
Der Begriff „unsichtbarer Schnitt“ beschreibt eine Montage bei der der Inahlt möglichst reibungslos vermittelt wird.

Schnitt einer Szene
Szene besteht aus vielen Takes. Die Szene ist eine Einheit von Raum und Zeit.
Ein Take ist eine gedrehte Einstellung während der Produktion, die in mehreren Versionen verliegen kann.
Innerhalb von Szenen werden ausschließlich harte Schnitte verwendet.
Eine Szene wird mit einem „Mastershot“ eröffnet.
Dieser steht so lange, bis die Verhältnise klar sind und die Personen ihren Platz eingenommen haben.
Der Mastershot ist normalerweise eine Totale oder Halbtotale

Begriffe zur Montage:

Cut In
Cut In bezeichnet die Annäherung an Personen durch einen Schnitt.

Shot-Reverse Shot
Shot-Reverse Shot bezeichnet die abwechselnde Abfolge von Nahaufnahmen.

Over Shoulder Einstellung
In dieser Einstellung befindet sich die Kamera hinter einer Person. Zuschauer sollte das Gefühl bekommen.

Cut Back
Der Cut Back bezeichnet ein Schnitt von einer Nahaufnahme zurück zu einer entfernten Einstellung.

Point of View Shot
Das ist eine kurze Einstellung aus einer subjektiven Perspektive.
Kameraachse:
Sie bezeichnet eine gedachte Linie zwischen Kamera und Handlung.

Handlungsachse
Im Gegensatz zur Kameraachse wird hier eine gedachte Linie zwischen handelnden Personen gezogen.

Achsensprung
Beim Schnitt muss man darauf achten, dass die Kameraposition die Handlungsachse im Bild nicht überspringen, sonst entsteht ein Achssprung.
Achsensprung

Elliptisches Erzählen
Für das Verständnis unnötige Sachverhalte weglassen.

Parallelmontage
Es werden zwei oder mehr gleichzeitig ablaufende Handlungen durch „Cross Cutting“ miteinander verbunden.

Clipmontage
Diese orientiert sich weniger an der Ästetik, vielmehr an Designkriterien und der Werbung.
Besonderheiten:
– hohe Schnittfrequenz
– hohe Dynamik
– extreme Kameraeinstellungen
– viele Spezialeffekte
– stark verfremdete Bilder
– desorientiert (grafische Effekte stehen über der inhaltlichen Aussage)
– Musik dominiert
– Reizbilder als Bildmotive
– Handlungsfragmente
Bei Clipmontage geht es in erster Linie nicht um Informationsvermittlung und Verstehen. Stimmungserzeugung und die Schaffung eines Bildes, sowie der spezielle Look des Clips stehen im Vordergrund.
Beispiele:
– The Crow (USA 1993, Alex Proyas)
– Natural Born Killers (USA 1994, Oliver Stone)
– CSI (TV-Serie, USA 2000 ff.)
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Gestaltungselement Cinemagraph

Bei einem Cinemagraph werden Standbild und Bewegtbild miteinander verknüpft. Dadurch lassen sich vielfätige gestalterische und inhaltliche Aussagen erzeugen. (Beispiele)

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Quellenangabe: Die Erarbeitung der Themen basiert auf dem Lehrbuch AV-Mediengestaltung von Werner Kamp, erschienen im Verlag Europa-Lehrmittel.