Farbe

Einführung


Farbe ist Licht


Warum ist Farbe Licht?

Wie funktioniert das Sehen?

Licht und Farbe – ohne Licht kein Sehen


Licht und Farbe – Was ist Licht?



 

Aufbau des menschlichen Auges

Das Auge kann mit dem Aufbau einer einfachen Kamera verglichen werden. Die Linse erzeugt auf der Rückwand der Netzhaut, ein optisches Abbild. Die Schärfe der Abbildung wird durch verschieden starke Krümmungen mit Hilfe des Ringmuskels reguliert. Eine starke Krümmung ist für die Naheinstellung nötig, eine flache Krümmung für die Ferneinstellung. Die Regenbogenhaut, auch Iris genannt, liegt vor der Linse. Die runde Öffnung in der Linse, die Pupille, regelt die Stärke des Lichteinfalls. Bei starkem Lichteinfall verkleinert sich die Öffnung, bei Dunkelheit erweitert sich diese. Der Glaskörper hinter der Linse ist mit einer gallertartigem Masse gefüllt. Die Netzhaut, welche sich auf der hinteren Innenseite befindet ist die lichtempfindliche Schicht und verfügt über Nervenzellen die Lichtreize in elektrische Impulse umwandelt. Diese werden über den Sehnerv an die Netzhaut weitergeleitet. Die Stelle der Netzhaut welche das schärfste Sehen ermöglicht wird Sehgrube genannt. Die Stelle an der der Sehnerv in die Netzhaut mündet, bezeichnet man als blinden Fleck.

 

Sehvorgang

Sehen ist eine Empfindung. Elektrische Impulse, die durch Licht ausgelöst werden, werden zum Sehzentrum im Hinterkopf geleitet, wodurch der Farbeindruck entsteht. Es gibt zwei Typen von lichtempfindlichen Zellen, die Stäbchen und Zapfen, welche chemischen Inhaltsstoffe enthalten, die Sehfarbstoffe. Bei Lichteinfall zerfallen diese und lösen Impulse aus. Die 120 Millionen Stäbchen ermöglichen die Hell-Dunkel Wahrnehmung, die 6 Millionen Zapfen dagegen sind für die Farbwahrnehmung zuständig. Es existieren drei verschiedene Zapfenarten, die auf unterschiedliche Wellenlängen reagieren. So reagiert eine Art auf die Farbe Blau, die zweite Art auf Grün, die dritte auf Rot. Aus diesem Grund werden diese drei Farben auch als Grundfarben des Lichtes bezeichnet.


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Additive Farbmischung

Die additive Farbmischung basiert auf den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau, entsprechend den drei Zapfentypen der menschlichen Netzhaut.  Durch Mischen entstehen hellere Farbtöne. Aus einer Mischung von Rot mit Grün entsteht Gelb, aus Grün und Blau entsteht Cyan und Blau gemischt mit Rot ergibt Magenta. Kommen alle drei Farben in voller Intensität und gleichen Anteilen zusammen, ergänzen sie sich zu Weiß. Das ist das Prinzip, nach dem das Farbfernsehen und die Farbdarstellung am Computer-Bildschirm funktionieren.

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Subtraktive Farbmischung

Bei der subtraktiven Farbmischung werden Teile des Lichts von einem Gegenstand absorbiert. Der Teil, der reflektiert wird erzeugt den Farbeindruck im Sehzentrum. Trifft z.B. weißes Licht auf eine gelbe Fläche wird das Licht der Wellenlänge Rot und Grün reflektiert, das Licht der Wellenlänge Blau jedoch absorbiert. Durch die Überlagerung von Rot und Grün entsteht somit im Sehzentrum ein gelber Farbeindruck.Bei Farbfiltern werden bei dem obenstehenden Dreieck die jeweils gegenüberliegenden Farben absorbiert

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Der Farbkreis

Das Farbsechseck besteht aus einem Dreieck der Urfarben Rot, Grün und Blau und einem Dreieck der Grundfarben Magenta, Gelb und Cyan.Die Farben sind so angeordnet, dass zwischen den 3 Urfarben jeweils ihre Mischtöne stehen. Gelb befindet sich also zwischen Rot und Grün, Cyan zwischen Grün und Blau, Magenta befindet sich zwischen Blau und Rot. Dadurch stehen sich jeweils 2 Farben gegenüber, die sich bei der additiven Farbmischung zu Weiß bzw. bei der subtraktiven Farbmischung zu Schwarz ergänzen. Solche Farbpaare nennen wir Komplementärfarben.
Die 6 Grundfarben sind in den Ecken des Sechsecks angeordnet, auf den Schenkeln dazwischen befinden sich Mischfarbtöne aus jeweils 2 benachbarten Grundfarben. Das Farbsechseck kann in 2 Hälften eingeteilt werden: die eine Hälfte enthält kalte Farbtöne, die andere warme Farbtöne. Die warmen Farbtöne gehen von Grün über Gelb, Rot bis Magenta. Die kalten Farbtöne gehen von Magenta, über Blau, Cyan bis Grün. Grün und Magenta liegen auf den Schnittstellen zwischen warm und kalt und gelten als neutral.


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Farbassoziation

Farben erwecken spezielle Assoziationen beim Menschen. Entsprechend werden sie bei der Gestaltung angewandt. Auch im allgemeinen Sprachgebrauch sind Farben nicht mehr wegzudenken.

Einige Beispiele für Farbmethaphern sind:
Rot sehen, Grün hinter den Ohren sein, Grün und Blau schlagen, Schwarzfahren, graue Maus, rosa Brille, weiße Weste

Wir verbinden automatisch Farben mit bestimmten Begriffen:
Herbst: braun, rot, orange, gelb
Gewalt: schwarz, rot
Natur: grün, gelb
Reinheit: weiß
Religion: violett, schwarz, weiß, pupur

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Farbharmonie

Ton in Ton-Harmonie

Ton in Ton Harmonie
eine Farbe kombiniert mit Varianten ihrer selbst (heller, dunkler, weniger gesättigt)

Nachbarschafts-Harmonie:

Kombination von Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen.
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Farbkontraste

Farben unterscheiden sich auch häufig in ihrem Kontrast. Es können verschiedenste Kontraste zwischen einer oder mehrerer Farben vorkommen.

Hier einige Beispiele:

Komplementär-Kontrast

Komplementärkontrast
Farben, welche sich im Farbkreis gegenüber liegen (z.B. Grün u. Rot, Blau und Orange, etc.) verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung und werden vom Betrachter oft als aufdringlich, exzessiv empfunden.

Quantitäts-Kontrast

Quantitätskontrast
Die Wirkung einer Farbe hängt von ihrer Leuchtkraft und ihrer Flächengröße ab.

Simultan-Kontrast


Der Simultankontrast beruht darauf, dass eine Farbe von ihrem Untergrund beeinflusst wird.

Warm-Kalt-Kontrast

Warm-Kalt-Kontrast
Man unterscheidet zwischen sogenannten „warmen“ und „kalten“ Farben:
Blau und Grün gelten als kühl, wohin- gegen Rot- und Gelbtöne als warm und einladend empfunden werden (Siehe hierzu auch Farbkreis)

Qualitäts-Kontrast


Je nach dem wie stark eine Farbe gesättigt ist, wirkt sie „reiner“ bzw. „schmutziger“. Dies nennt man Farbqualität.

Bunt-Unbunt-Kontrast


Möchte man den Fokus in einem Bild auf einen Bestimmten Punkt richten, erreicht man dies zum Beispiel in dem man den „unwichtigen“ Hintergrund unbunt belässt und nur den zentrlen Punkt, den „wichtigen Gegenstand“ im Vordergrund farbig einfärbt.
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